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Majestätisch und stolz: Die Festungsruine Hohentwiel
Rondell Augusta mit seinem mediteranen Charme
Bildurheber: t.ossig Majestätisch ragt er in den Himmel und läßt Macht und Einfluß erahnen, die einst vom König der Hegauvulkane ausgingen. Der Hohentwiel und seine Festung...
In seiner langen Geschichte wurde er nie bezwungen. Erst Angesichts napoleonischer Heerscharen übergab der letzte Festungskommandant den Hohentwiel kampflos - und mußte mitansehen, wie eine der größten Festungen Deutschlands (9,92ha) erbarmungslos geschliffen wurde.
Bis zu 1000 Menschen wohnten damals innerhalb der Festungsmauern. Heute erfüllen die alljährlich stattfindenden Hohentwiel-Festspiele die alte Ritterburg mit neuem Leben. So trat zwischen den alten Mauern schon Bryan Adams auf.
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Die Geschichte des Hohentwiels geht weit zurück. Seine heutige Form erhielt der 682m hohe Vulkan während der Eiszeit vor neun Millionen Jahren.
Die Burg gab es reichlich später: Im Jahre 914 gründeten sie schwäbische Adlige. Bereits ein Jahr später erlebte die Feste ihre erste Feuertaufe. König Konrad I. biß sich an ihr jedoch die Zähne aus.
Im Laufe des 10. Jahrhunderts baute Herzog Burkhard III. den Hohentwiel zu einem bedeutenden Machtzentrum aus. Zu einer Landesfestung machte ihn erst Herzog Ulrich im 16.Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen eine Vielzahl der Überreste des Hohentwiels.
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Viele Nutzungen und Spuren des Alltagslebens finden sich noch heute. Die Festung hatte einen eigenen Friedhof und eine Gerichtsbarkeit mit einem "Galgenrain", den man beim Aufstieg zur Festungsruine rechterhand passiert.
Außerdem beherbergte die Festung fürstliche Wohnstätten wie auch Garnisonswohnungen, ein Gasthaus, eine Apotheke, eine Schmiede, eine Küferei, Brunnenanlagen, eine Kirche, zeitweise ein Kloster und ein gut bestücktes Waffenarsenal.
Bildurheber: t.ossig Wie gut bestückt es war, zeigte sich im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648). Fünf Mal wurde die Festung belagert, fünf Mal schmetterte der Kommandant Major Konrad Widerholt mit seinen Mannen alle Angriffe ab.
Im Jahre 1650 übergab der heldenhafte Kommandant die Festung seinem Fürsten Eberhard III. unbezwungen.
Danach erlebte der Hohentwiel eine lange Zeit des Friedens. Bis Napoleon im 2. Koalitionskrieg den Befehl gab, die Feste zu schleifen. Anfang 1801 war nach 900 Jahren aus der stolzen Festung eine Ruine geworden.
Blick auf die Burgruine Hohenkrähen
Bildurheber: t.ossig Heute steht der Hohentwiel und seine Umgebung unter Naturschutz. In der ehemaligen alten Remise der Domäne - von dort schöpfte die Festung damals ihre Vorräte wie Holz, Getreide und Heu - befindet sich ein Informationszentrum, in dem Videovorführungen zur Festungsruine stattfinden
Ab hier muß das Auto stehengelassen werden. Der restliche Weg in die Festungsruine führt zu Fuß etwa 10 Minuten über Kopfsteinpflaster. Parkplatzmöglichkeiten sind vorhanden.
Führungen werden über das
Verkehrsamt Singen vermittelt. Dauer der Führungen ca. 2 Stunden.
Mehr zur größten Festungsruine Deutschlands finden Sie
hier.
Übrigens: Die Aussicht vom Hohentwiel entschädigt für den steilen Aufstieg. 688 Meter über Meeresspiegel liegt der Hohentwiel, 260 Meter ragt er über Singen auf. An schönen Tagen reicht der Blick bis zum Bodensee.
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Öffnungszeiten:
Ganzjährig täglich geöffnet!
April bis September: 8.30 bis 18.30 Uhr
Oktober: 9.00 bis 17.00 Uhr
November bis März: 10.00 bis 16.00 Uhr
Kontakt:
Tel. 07731/85-262
E-mail tourist-info.stadt@singen.de
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Quellenangabe:
city-map Region Konstanz